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Japan

Japan

Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland

  • Bislang besteht keine bilaterale Berufsbildungszusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland
  • Seit 1974 arbeiten die Länder jedoch eng auf wissenschaftlich-technologischem Gebiet zusammen. Gemeinsame Schwerpunkte sind hier unter anderem Batterieforschung und Wasserstofftechnologie

Bundesressorts

  • Bislang besteht keine bilaterale Berufsbildungszusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland

Wirtschaft

  • United Nations Human Development Index (HDI): 2021: Der Human Development Index von Japan beträgt 0,925. Das entspricht dem Rang 19 von 189 Ländern (Quelle: UNDP)
  • BIP je Einwohner in US $ (GDP per capita in US $): 2019: 40.458; 2020: 39.918; 2021: 39.285 (Quelle: Worldbank)
  • Veränderung des realen BIP zum Vorjahr (GDP growth annual): 2018: 0,6 %; 2019: -0,2 %; 2020: 4,5 %; 2021: 1,6 % (Quelle: Worldbank)
  • Inflationsrate (GDP deflator annual): 2019: 0,6 %; 2020: 0,9 %; 2021: -0,9 % (Quelle: Worldbank)
  • Hauptbranchen (Anteil an nominaler Bruttowertschöpfung): 2020: Bergbau/Industrie 23,6 %; Handel/Gaststätten/Hotels 15,4 %; Transport/Logistik/Kommunikation 10,3 %; Bau 5,4 %; Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft 1,1 %; Sonstige 44,3 % (Quelle: GTAI)
  • Top 5 Importländer: 2021: China 24,1 %; USA 10,8 %; Australien 6,7 %; Taiwan 4,4 %; Südkorea 4,2 % (Quelle: GTAI)
  • Top 5 Exportländer: 2021: China 21,6 %; USA 18 %; Taiwan 7,2 %; Südkorea 6,9 %; Hongkong SVR 4,7 % (Quelle: GTAI)

Gesellschaft

  • Einwohnerzahl: 2021: 125,68 Mio. (Quelle: Worldbank)
  • Bevölkerungswachstum: 2019: -0,1 %; 2020: -0,3 %; 2021: -0,5 % (Quelle: Worldbank)
  • Altersstruktur: 2020 (geschätzt): 0-14 Jahre: 12,49 % ; 15-24 Jahre: 9,47 %; 25-54 Jahre: 36,8 %; 55-64 Jahre: 12,06 %; 65 Jahre und älter: 29,18 % (Quelle: World Fact Book)
  • Arbeitslosenquote: 2021: 2,8 % (Quelle: Ilostat)
  • Jugendarbeitslosenquote: 2021: 4,6 % (Quelle: Ilostat) 
  • Jugendliche, die sich nicht in nicht in Arbeit, Schul- oder Berufsausbildung befinden (NEET): 2019: 3,1 % (Quelle: Ilostat)


Staat

  • Die öffentliche berufliche Bildung unterliegt dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt (MHLW) sowie dem Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT)

Berufsbildungssystem

  • Bildung hat generell einen hohen Stellenwert in Japan. Die japanischen Schulen und Hochschulen unterstehen dem Bildungsministerium. Das Schulsystem basiert auf dem „Grundgesetz zur Erziehung“ aus dem Jahr 1947, welches das Recht eines jeden auf Bildung, geschlechtliche Gleichberechtigung und Ermöglichung von Weiterbildung für Berufstätige festlegt. In einer Neufassung des „Grundgesetz der Erziehung“ wurden 2006 außerdem unter anderem umweltbewusstes Denken in die Lehrpläne integriert und das Prinzip des Lebenslangen Lernens hervorgehoben.
  • Die berufliche Ausbildung in Japan liegt zu großen Teilen in den Händen von Unternehmen und privaten Instituten.
  • Japaner*innen werden oft traditionell in der Oberschule von Unternehmen angeworben und bleiben häufig von Berufsstart bis Renteneintritt in ein und demselben Unternehmen beschäftigt. Die Unternehmen bilden dann ihre Angestellten nach den eigenen Voraussetzungen und Ansprüchen aus- und weiter. Arbeitsplatzwechsel werden jedoch seit einigen Jahren immer häufiger und normaler. Dadurch verändert sich langsam die Rolle der Berufsbildung, da für die Unternehmen unter anderem lange Einarbeitungsphasen finanziell unattraktiv werden und frisch ausgebildete Arbeitnehmer*innen nach Möglichkeit direkt einsetzbar sein sollen.
  • Es gibt zahlreiche private Bildungseinrichtungen, welche eine Vielzahl von praktischen, beruflichen und technischen Bildungsprogrammen anbieten.


Formelles Bildungssystem:

  • Das japanische Bildungssystem verfügt über vier Stufen. Die 6-jährige Grundschule und die 3-jährige Mittelschule sind für alle Schüler/innen verpflichtend. Anschließend können eine 3-jährige Oberschule und eine 4-jährige Hochschule bzw. ein technisches Institut besucht werden.
  • Abschlüsse in der Schule werden nicht durch Abschlussprüfungen erlangt, sondern durch regelmäßige Teilnahme am Unterricht und dem Bestehen von Klassenarbeiten. Am Ende jedes Schuljahres werden alle Kinder versetzt, es gibt kein „Sitzenbleiben“ wie z.B. an deutschen Schulen
  • Nach 9 Schuljahren und dem Erwerb des Grundschulabschlusszeugnis kann eine allgemeinbildende oder eine berufsbildende Oberschule besucht werden. Die meisten Jugendlichen entscheiden sich auch nach Ende der Pflichtschulzeit für den Besuch einer Schule.
  • Der Zugang zu Ober- und Hochschulen wird durch Aufnahmeprüfungen geregelt. Je schwieriger die Aufnahmeprüfung, desto höher ist oft das Ansehen der Schule. In Japan ist es nicht unüblich neben dem normalen Schulunterricht einige Tage in der Woche eine Privat-/ Nachhilfeschule zu besuchen um bessere Chancen bei den Aufnahmetests zu haben.
  • Nach dem Abschluss der allgemeinen Sekundarstufe kann die allgemeine Hochschulreife erlangt und ein 4-jähriges Hochschulstudium oder ein 2 bis 4-jähriges Studium an einem technischen Institut begonnen werden.
  • Nach drei Jahren an einer beruflichen Oberschule kann ein Abschluss erlangt werden, welcher zu einem 2 bis 4-jährigen Studium an einem technischen Institut oder einem 1 bis 2-jährigen Kurzstudium an einer Kurzhochschule berechtigt.
  • Zusätzlich kann nach dem Ende der Pflichtschulzeit eine 1-jährige Berufsschule mit Zertifikat  oder eine 5-jährige Technische Fachhochschule mit Associate Degree abgeschlossen werden. Das Associate Degree berechtigt zu weiterführenden beruflichen oder allgemeinbildenden Studiengängen.
  • Neben den genannten Institutionen gibt es in Japan zahlreiche, meist private gewinnorientierte Bildungseinrichtungen, die Fachschulen (Senshu-gakko)  und „Verschiedenartige Schulen“ (Kakushu-gakko) genannt werden. Diese Schulen bieten verschiedene Ausbildungen an und existieren auf dem Level der oberen Sekundarstufe (Koto-senshu-gakko), und postsekundär (Senmon-gakko). Die überwiegende Anzahl der Fachschulen sind postsekundäre Einrichtungen, die einen Oberschulabschluss voraussetzen. Wenn bestimmte Voraussetzungen der Kurse erfüllt werden, unter anderem eine Dauer von mindestens zwei Jahren, führt die Ausbildung an den Fachschulen zu dem Titel "technical associate“ (Senmonshi).


Herausforderungen für die Berufsbildung:

  • Drohender Fachkräftemangel
  • Kein einheitliche Qualifikationsrahmen
  • Ausbildung in Unternehmen hat höheres Ansehen als staatliche Berufsausbildung. Oft werden die benötigten Bildungsinhalte erst nach den Abschlüssen im Betrieb erworben. Die Lerninhalte der Unternehmen variieren stark.


Quellen:

  • iMove. 2014. Martkstudie Japan
  • BQ-Portal. 2022. Japan
  • UNESCO UNEVOC. 2021. TVET Country Profiles. Japan.
  • Ministry of Education, Culture, Sports, Schience and Technology – Japan (MEXT). 2022. Education. Overview. (https://www.mext.go.jp/en/policy/education/overview/index.htm)
  • Kooperation-international. 2022. Bildungslandschaft: Japan. (https://www.kooperation-international.de/laender/asien/japan/bildungs-forschungs-und-innovationslandschaft-und-politik/bildungslandschaft/#c50633)

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