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Datenbank zur internationalen Berufsbildungszusammenarbeit

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Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

Unterstützung des Reform- und Modernisierungsprozesses im beruflichen Bildungssystem Usbekistans (TexVET II)
Land: Usbekistan
Ziele und Wirkungen des Vorhabens/Projekts:

◾ Die reformierte berufliche Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in Usbekistan entspricht in wichtigen Industriebranchen den Bedarfen der Wirtschaft.


Im Rahmen des Projektes sollen die systemischen Rahmenbedingungen für duale berufliche Bildung verbessert werden. Durch eine Verbesserung der normativen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Berufsbildungsinstitutionen in der dualen Ausbildung, die Stärkung von Sozialpartnerschaften für duale Ausbildung und die Einführung nachhaltiger Finanzierungsmodelle wächst das Bewusstsein für duale Ausbildung in der Wirtschaft, erhöht sich das Engagement von Unternehmen und werden duale Ansätze der Berufsbildung ausgeweitet. Damit steigt insgesamt die Arbeitsmarktrelevanz der Ausbildung. Durch die Etablierung von Mechanismen zur Qualitätssicherung der Ausbildung in den Betrieben, die Verankerung arbeitsrechtlicher Aspekte für die Ausbildung am Arbeitsplatz unter besonderer Berücksichtigung der Gleichberechtigung und der Absicherung von Sozialstandards für junge Frauen, sowie durch die Einführung von Verfahren zur Validierung beruflicher Kompetenzen verbessert sich die Qualität der Ausbildung und deren Geschlechtergerechtigkeit.


Des Weiteren sollen die institutionellen Kapazitäten des Instituts für die Entwicklung beruflicher Bildung gestärkt werden. Die modernisierten Weiterbildungsprogramme dieses Instituts führen zu einer Verbesserung der Kompetenzen von Berufsbildungspersonal und betrieblichen Ausbilder*innen, was zu einer Steigerung der Ausbildungsqualität führt. Die duale Ausbildung soll zudem auf neue Sektoren ausgeweitet werden. Sector Skills Councils (Sektorräte – SSCs) sind in der Lage, Ausbildungsstandards in ausgewählten Berufsgruppen mit Beteiligung von Vertreter*innen der Wirtschaft zu modernisieren bzw. neu zu entwickeln und betriebliche Ausbildungsinhalte zu definieren. Die modernisierten Standards werden vom Institut für die Entwicklung des nationalen Qualifikationssystems akkreditiert und in dual organisierten Ausbildungs- und Studiengängen umgesetzt. Das Institut für Entwicklung beruflicher Bildung stellt, in Abstimmung mit den SSCs, die hierfür notwendigen Lehr- und Lernmaterialien zur Verfügung. Die modernisierten Berufsstandards und Curricula werden von Berufsbildungseinrichtungen genutzt. Sie tragen somit zur Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz der Ausbildung bei. Die institutionellen Kapazitäten von ausgewählten Berufsbildungsinstitutionen sollen gestärkt werden. Sie sollen in der Lage sein, die von den SSCs modernisierten Berufsstandards umzusetzen. Sie bauen Kooperationen mit Unternehmen aus und sichern damit eine Umsetzung der Standards für duale Ausbildung. Die kooperierenden Unternehmen wenden die Ausbildungsstandards für die betrieblichen Ausbildungsmodule an und sichern somit die Qualität betrieblicher Ausbildung. In der Folge verbessern sich die Ausbildungsbedingungen für alle Auszubildenden. Die Ausbildung in Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen ist hinsichtlich Qualität und Geschlechtergerechtigkeit verbessert.


Die im Vorgängerprojekt pilotierten Modelle von Berufs- und Karriereberatung sollen institutionell verankert werden. Durch die fachliche und methodische Qualifizierung von Schulpsycholog*innen und Karriereberater*innen sind diese in der Lage, geschlechtergerechte Ansätze der Berufsorientierung in Sekundarschulen in Kooperation mit Unternehmen umzusetzen. Berufsbildungseinrichtungen schaffen Angebote zur geschlechtergerechten Karriereplanung, die sowohl auf Integration in den Arbeitsmarkt als auch zum Übergang in weiterführende Berufsbildungsangebote abzielen.

Aktuelle Laufzeit: 01.01.2026 - 31.12.2028
Beratungsschwerpunkte: Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, Akzeptanz nationaler Standards, Weiterbildung, Berufsorientierung, Qualifizierung zur Einwanderung
Branchen/Berufszweige: Lebensmittel, Landwirtschaft und Ernährung, Industrieberufe, Technische Berufe, Kaufmännische Berufe, Textilberufe, Dienstleistungsberufe, Elektroberufe, Gesundheitsberufe, Umweltberufe
Berufe: Finanzberufe, Landwirtschaftliche Berufe, Agripreneurs, KFZ-Berufe, Transportberufe, Sozialarbeiter*in
Beteiligte Akteursgruppen: Kammern, Privatwirtschaft, Internationale Organisationen, Partner vor Ort, Berufsschulen, Sozialpartner
Beteiligte Akteure: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bildungsministerium Usbekistan
Zielgruppen (Kategorien): Auszubildende, Junge Erwachsene, Erwerbslose, Arbeitnehmer*innen, Bildungspersonal, Kammern, benachteiligte Gruppen, Hochschule/Forschung, Berufsschulen, Frauen/Mädchen, Unternehmen/Arbeitgeber, Staatliche Einrichtungen, Gewerkschaften, Fachkräfte
Zielgruppe/Begünstigte: Führungskräfte, Berufsbildungseinrichtungen , Kammer, Ausbilder*innen, Auszubildende, Arbeitnehmer*innen, Erwerbslose, Weiterbildungspersonal, Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen
Beschreibung:

Die Projektstrategie setzt den Mehrebenen- und Multi-Stakeholder-Ansatz aus der ersten Projektphase fort, um eine umfassende Berufsbildungsreform in Usbekistan zu unterstützen. Sie zielt auf eine effektive Zusammenarbeit zwischen allen relevanten Berufsbildungsakteur*innen ab, die durch interaktive Formate gefördert wird.


◾ Das Projekt schult Entscheidungsträger*innen der Regierung, wie des Ministeriums für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation (MHESI), des Ministeriums für Beschäftigung und Armutsbekämpfung (MEP), des Instituts für die Entwicklung der Berufsbildung, von Berufsverbänden sowie lokalen IHKs zu den Themen moderne Berufsbildungssysteme, duale Ausbildung und moderne Bildungsverwaltung.


◾ Das Projekt modernisiert sechs Berufsstandards (z. B. für Sozialarbeiter*innen und Kfz-Mechatroniker*innen) und die dazugehörigen Lehrpläne. Das Projekt testet diese in bis zu 15 Berufsbildungseinrichtungen. Außerdem stattet es die Einrichtungen mit der für den Unterricht erforderlichen Ausstattung aus. Dar-über hinaus werden zwei duale Studiengänge in Usbekistan mit deutschen Partner-Fachhochschulen eingerichtet und getestet.


◾ In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für vorschulische und schulische Bildung (MPSE) führt das Projekt Dienstleistungen zur Berufsorientierung ein.

Potenziale (Anknüpfungspunkte):
Links:
Ansprechpartner: Matthias Klingenberg, Projektleiter, matthias.klingenberg@giz.de