USA: Austausch zum dualen Ausbildungssystem
Die praxisorientierte Ausbildung als Karriereweg, die „Apprenticeship", bleibt auch unter der derzeitigen US-Präsidentschaft ein zentrales Thema. GOVET unterstützte 2025 den fachlichen Austausch mit verschiedenen amerikanischen Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
Im Nachgang einer Studienreise 2024, bei der eine Delegation aus dem US-Bundesstaat Wisconsin unter Leitung von Wisconsins Arbeitsministerin Amy Pechacek Deutschland besucht hatte, erklärte sich das Ministerium bereit, einen Fachbeitrag für die GOVET-Publikation „Datenreporting" zu verfassen. Die Veröffentlichung der Publikation ist für 2026 geplant.
GOVET folgte im Jahr 2025 mehreren Einladungen zu Vorträgen und Beratungsgesprächen. So hielt GOVET im März auf Einladung des Berliner Büros des Transatlantic Business & Investment Council (TBIC) einen Impulsvortrag vor 15 Vertreterinnen und Vertretern von Community Colleges. Wenig später, Anfang April, informierte GOVET einen Vertreter der renommierten Cornell-Universität sowie des US-Arbeitsministeriums über aktuelle Entwicklungen und Trends in der deutschen Berufsbildung.
Die kontinuierliche Nachfrage aus den USA zeigt, dass das Interesse am dualen System in der amerikanischen Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik verankert ist. GOVET begleitet diesen Prozess mit fachlicher Beratung und trägt dazu bei, den transatlantischen Austausch aufrechtzuerhalten.
Dr. Hannelore Kress, Teamleiterin Bilaterale Kooperationen
Aus einer anderen Richtung kam eine Anfrage aus der Stadtplanung des Landkreises Fairfax County, Virginia: Ein Experte aus dem Bereich Stadtentwicklung wandte sich mit dem spezifischen Thema „Kompetenzen für Arbeit in Datenzentren" an GOVET. Mit dem Bau solcher Datenfarmen in Deutschland ist der Austausch zu den Kompetenzen der Menschen, die in den Zentren arbeiten, zunehmend wichtig. Der Experte erstellte im Anschluss einen Beitrag für die GOVET-Webseite.
Am 6. November fand ein Webinar zum Thema „Berufsbildung in der neuen US-Regierung" mit rund 60 Teilnehmenden statt. Beteiligt waren unter anderem Dr. Ellie Hartmann, Chief Evaluation Officer des Workforce Data Integration System (WDIS) im Wisconsin Department of Workforce Development (DWD), die AHK Chicago sowie die deutsche Botschaft in Washington. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die Ausbildungsbereitschaft deutscher Unternehmen sowie die Umsetzung dualer Aus- und Weiterbildungsformate im Bundesstaat Wisconsin.